"Kinetische Objekte sind (fast) so alt, wie die Menschheit selbst. Schon früh entstanden Funktionsmodelle und Demonstrationsobjekte an Hand derer die Kräfte der Natur untersucht und nutzbar gemacht werden sollten. Gleichzeitig entstanden Vorrichtungen, die zweckfrei diese Kräfte nutzten um das erstaunte Publikum zu ergötzen (Heron von Alexandria).

In Kunst und Religion fanden Objekte und Vorrichtungen Anwendung, z.B. im Theater um erstaunliche Effekte zu erzielen und in religiösen Inszenierungen die göttlichen Erscheinungen zu simulierten. So gab es weinende oder blutende Christusfiguren, unerklärliche Lichterscheinungen und diverse göttliche Geräuscheffekte. Im Garten- und Landschaftsbau, wie in der Architektur und dem Kunsthandwerk fanden mechanische Vorrichtungen und bewegte Objekte ihre Anwendung.

In meinen Arbeiten versuche ich nun, technisches und natürliches zu vereinen um einen anderen Blickwinkel auf Dinge zu gewinnen und Erscheinungsformen aus der Natur und der Gesellschaft auf eine andere Ebene zu transformieren."

(Reinhardt Grimm, Berlin 2015).