Barbara Müller-Kageler

- Berlin am Meer - Malerei



- Berlin am Meer - Malerei
18.01. - 06.04.2019

Lebenslauf


Barbara Müller-Kageler

1938 geboren in Berlin

1957-1960 1960 Studium der Kunstpädagogik an der Humboldt-Universität Berlin

1960-1962 Kunsterzieherin an einer Berliner Schule

1963-1966 externes Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

1966 Diplom für Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

1967-1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler

1976 Berlinpreis des Magistrats

1982-2003 Künstlerische Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

1993 Berufung zur Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Seit 2003 freischaffend in Berlin

Seit 1976 bis heute rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland und vertreten in einer Vielzahl von deutschen und internationalen Sammlungen.

1976-1982 Studienreisen, u. a. nach Zypern, Ungarn, Frankreich und Mittelasien

Seit 1990 Arbeitsaufenthalte: Liparische Inseln, französische Atlantikküste, Normandie, Insel Rügen, Portugal, Schweiz (Kulturwerkstatt Schloss Haldenstein bei Chur)

In ihren Bildern erscheinen Himmel, Wasser und Sand in horizontalen, pastos aufgetragenen Schichten bei wechselndem Licht, die Farben changieren zwischen hellem Ocker und violettem Blau, das Wetter pendelt zwischen Sturmböen und Gewitterfront. Kein Ort für die Reichen und Schönen, von Tourismus oder FKK-Kultur keine Spur. Doch bleibt diese auf das Wesentliche festgelegte Landschaftskulisse nicht ohne menschliches Leben. Wie auf einem noch unbeschriebenen Notenblatt setzt die Malerin ihre Protagonisten davor, Männer und Frauen in gestreiften Bademänteln, nackt oder mit Regencapes und Schirmen gegen das raue Klima gerüstet. Es sind keine Individuen, vielleicht Typen, Allerweltsmenschen, liebevoll bis komisch in den Proportionen überzeichnet oder geometrisch reduziert, vertikale rudimentäre Farb- und Formzeichen im Raum. Versammelt sind sie in einer geballten Formation in stringenter Rückenansicht, manchmal ein wenig auseinanderdriftend, eine scheinbare Zweckgemeinschaft, die weniger die individuelle Einsamkeit als die Zweisamkeit angesichts einer allgegenwärtigen Naturgewalt eint.

(Angelika Leitzke, Tagesspiegel 2018)